Hafensegler

13:00 Uhr: 1032 hPa, Bewölkung 3/8 heiter bis wolkig, Luft 22°C, Wasser 19°C, Wind 10^ 3-5kn (Bft 1-2)

Wie konnte ich mich der Illusion hingeben, dass es alles einfach funktionieren würde. Das ich einfach aufs Boot komme und los segeln würde. Hatte in den letzten zwei Wochen zwei Hörstürze nacheinander. Und das nicht ohne Grund.

Mein Energielevel liegt zur Zeit bei Null. Fühle mich wie eine tiefenentladene Autobatterie. Kurzfristig bekommt man zwar noch Spannung drauf. Aber langfristig ist da nichts mehr zu wollen.

Mein Körper sagt mir eindeutig, dass von ihm nichts mehr zu wollen ist. Wenn man sich ganz ehrlich macht, ist das Einzige was ich jetzt brauche absolute Ruhe und bestimmt kein Aktionismus.

Immerhin habe ich es Heute morgen schon mal geschafft das Boot seeklar zu machen. Wir könnten also gleich ablegen. Aber mir stand kalter Schweiß in der Stirn und so muss ich, wohl oder übel, auf mich selbst hören und alles erst einmal extrem runterfahren.

Man muss es nicht beschönigen – es war ein richtiger Zusammenbruch.

Die Kraftlosigkeit ist ja nicht erst seit Gestern und wenn ich mir meine Blogeinträge ansehe ist mir längst klar was die Ursache ist. Aber bislang konnte ich immer noch einfach weitermachen und mit Willenskraft über mich hinweg gehen.

Doch jetzt ist es zu einem Punkt gekommen, an dem ich mich selbst sabotiere. An dem ich keine Kraft mehr aufbringen kann für die Pferde, für das Segeln, für das eigene Leben.

Und so ist es an der Zeit die eigenen Batterien wieder zu reaktivieren, zu heilen und danach zu laden. Um danach wieder die Kraft zu haben um zu leben.

Dann sind wir halt jetzt erst einmal Hafensegler.

Oder wie Maxi immer gerne sagt: „bist Du etwa auch nur so ein Coronasejlerer?“ und wenn es so wäre? Da gibt es weitaus schlimmeres.

Die Hauptsache ist und bleibt, bald wieder Energie zu besitzen um dem Traum zu folgen. Um zu leben. Um selbst zu heilen.

Es grüßen Euch eure Hafensegler

Ps. Burn Out ist ein Arschloch!!!

 

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