Der angestammte Ort

23:30 Uhr: 1019 hPa, Bewölkung 0/8, Luft 21° C, Wasser 19° C, Wind 110° 4 kn (Bft 1-2)

Sind Heute gegen 08:30 Uhr aus Sønderborg losgekommen. Das geplante Ziel war eigentlich Søby.

Aber wie so häufig sind Pläne beim Segeln eher grobe Ideen als wirkliche Planung.

Gegen 09:00 Uhr kam etwas Wind auf. Allerdings aus Ost, wodurch es wieder einmal eine Kreuz wurde.

Gegen 14:30 Uhr stellten wir das Segelvergnügen dann restlos ein. Mit einem Ostwind um 3 kn und einer Fahrt durchs Wasser von 2,6 kn wurde Søby einfach unerreichbar.

Kurz zuvor hatten wir dann noch das besondere Erlebnis der dritten Art. Ein Segelboot auf Steuerbordbug näherte sich uns recht schnell auf Kollisionskurs. Es war uns gegenüber ausweichpflichtig machte aber keine Anstalten dieser Pflicht auch nachzukommen. Ich entschied mich also an deren Heck auszuweichen und als wir uns mit ca 10 m Abstand passierten kam eine junge Frau plötzlich nach oben und sagte Huch. Sie trug „vorbildlich“ einen Mund-Nasen-Schutz. Und jetzt eine Quizfrage: aus welchem Land stammte sie und die eine Million Euro Frage gleich danach: ob der MNS Sie auch vor dem Untergang bewahrt hätte?

Fragen über Fragen.

Kurz darauf bargen wir die Segel und entschieden uns vorerst einmal Mommark unter Motor anzulaufen.

Doch natürlich war dieser kleine pittoreske Hafen einmal wieder völlig überfüllt.

Da Søby oder Fåborg eigentlich auch schon unerreichbar schienen, kam mir Fynshav in den Sinn. Und es war ein Glücksfall.

Obgleich der Hafen recht einfach ist entpuppte er sich mir gegenüber als ein magischer Ort voller unvergesslicher Eindrücke.

Zudem fiel mir Heute Abend auf, dass ich bereits die zeitliche Orientierung völlig verloren habe. Und das ist nun jetzt für mich ein ausgesprochen gutes Zeichen.

Ich war Heute endlich wieder in meiner Mitte und an meinem angestammten Ort. Dafür bin ich über alle Maßen dankbar.

Wirklich ein bemerkenswerter Tag.

 

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