warum?

was fasziniert an Pferden? Was fasziniert mich an der Arbeit mit Pferden? Warum reite ich?

Diese Fragen sollten wir uns immer wieder stellen. Uns selbst hinterfragen. Unsere Intention entdecken. Denn Reiten hat zur Gänze mit Selbsterkenntnis zu tun.

Dein Pferd ist immer ehrlich zu Dir. Es ist nicht berechnend. Nicht kalkulierend. Es spiegelt zu jedem Zeitpunkt nur wieder, was in Dir selbst vorgeht. Es ist Dein Spiegel. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

Ich glaube nicht, dass man das Reiten vollständig erlernen kann. Es gibt den Punkt nicht, an dem wir sagen können: „ich kann reiten“. Es ist an jedem Tag ein Herantasten zweier Seelen, die aufeinander bezogen sind.

Ein Pferd ist kein Tennisschläger, kein Segelboot, kein Fahrrad. Es ist ein Lebewesen mit Gefühlen. Es fordert uns an jedem Tag neu heraus. Kein Tag ist wie der Andere. Jede Minute, jede Sekunde erfordert Deine volle Aufmerksamkeit. Deine Anteilnahme.

Willst Du Pokale gewinnen, Schleifen sammeln, gut vor den Anderen dastehen. Dich gar profilieren? Dann tu mir bitte den Gefallen und suche Dir einen anderen Sport. Denn wenn Du Dich dem Reitsport wirklich verschreibst, wirst Du viel über Demut aber auch viel über unendliches Glück erfahren. Es wird Dich zu Boden werfen, wenn Dein Pferd von Dir geht. Aber Du wirst auch den Himmel auf Erden erleben.

Wenn Du bereit bist, Dich auf diese Reise zu begeben, dann wirst Du irgendwann erkennen was es bedeutet Reiter zu sein.

Willst Du nur einen prestigeträchtigen Sport betreiben, so bist Du wahrscheinlich mit Golf, Tennis, oder Segeln besser dran.

Du wirst viel Missverständnis von Deinen Mitmenschen erfahren, manchmal auch Missgunst. Es wird immer wieder jemanden geben, der vorgibt es besser zu können. Höre allen zu. Aber finde Deinen eigenen Weg. Höre auf Dein Herz. Höre auf deine Pferde. Und wenn Du den Gleichklang spürst, zum allerersten Mal, dann hast Du den Polarstern entdeckt. Er wird Dir den Weg weisen!

Darum reite ich.

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Frank Vollmers
Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.
Max Frisch (1911-1991) schweizer. Schriftstelle

Aber auf Krisen habe ich eigentlich keine rechte Lust mehr. Deswegen beschäftige ich mich auf dieser website lieber mit den schönen Dingen des Lebens.
Ich hoffe, dass das Eine oder andere Schöne auch für Dich dabei sein wird ...

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