Kann man aus Krisen auch in der Krise schon etwas lernen? Ich denke ja. Je schneller man Zusammenhänge erkennt, um so schneller kann man auch sinnvolle Strategien und daraus abgeleitete taktische Verfahren entwickeln ohne dabei in Aktionismus zu verfallen.

Zum aktuellen Verlauf:

Leider hat sich aus dem Rückgang der Infiziertenzahl weltweit kein Trend entwickelt. Die Todesfall inzidenz liegt zur Zeit in Deutschland aber glücklicherweise immer noch im Bereich von 0,1-0,2 Todesfällen / 100.000 Einwohner.

Man kann aber natürlich noch keine Entwarnung geben, auch wenn die Zahlen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung immer noch gering sind. Es gilt immer noch die Devise „Durchhalten und Abwarten“. Epidemiologie ist eben ein langwieriges Geschäft.

Absicht der übergeordneten Führung

weiterhin die Eindämmung durch Reduktion der Übertragungswege. Maximale Ansammlungen von zwei Personen.

Grundlegende Lageänderung

Rückgang der Todesfälle in Italien von Situation Report 62 (795 neue Todesfälle) auf Situation Report 64 (601 neue Todesfälle).

Bei der Anzahl der Infizierten leider kein weiterer Rückgang laut epidemiologischer Kurve sondern ein erneuter Anstieg.

Handlungsbedarf

Zur Zeit besteht in Deutschland nur der Handlungsbedarf den Status „prepardness“ weiter zu konsolidieren um einer eventuellen Erhöhung der Erkranktenrate und einer Steigerung der Todesfallinzidenz adäquat begegnen zu können.

Ausserdem die Vorbereitung weiterer Schritte, sofern die bereits getroffenen Maßnahmen nicht ausreichen.

aktuelle Datenlage (Beurteilung der Bedingungen und der situativen Lage)

Basisreproduktionszahl ( R0 )

2,4 – 3,3 (Quelle: 3)

Case Fatality Rate (CFR) – Fallzahlen Deutschland – ausgewählte Fallzahlen weltweit

Das aktuelle Thema (Möglichkeiten des Handelns): Identififizieren und isolieren – oder „kann man aus Krisen etwas lernen“

Identifizieren und Isolieren. Dies ist der beste Weg zur Eindämmung. Wenn man diese Möglichkeit im idealen Zustand direkt beim ersten Verdacht nutzen könnte, wäre eine optimale Eindämmung denkbar. Jedoch gibt es diesen optimalen Zustand meist nicht.

Eine pandemische Welle erkennt maneigentlich immer erst, wenn die Fallzahlen im eigenen Bereich deutlich ansteigen.

Danach ist die beste Strategie „die Eindämmung durch Reduktion der Übertragungswege“: Das „social distancing“.

Es wäre ein interessanter Ansatz, wenn man die gleiche Strategie wie bei der Herstellung von Influenza Impfstoffen auch auf pandemische Wellen anwenden könnte oder würde:

Die Beobachtung des asiatischen Raumes und danach das zeitnahe Aktivieren eines Protokolls “ identification/isolation“.

Ganz nach dem Motto: wehret den Anfängen.

Quellen

  1. aktueller Situation-Report (WHO): https://www.who.int/docs/default-source/coronaviruse/situation-reports/20200324-sitrep-64-covid-19.pdf?sfvrsn=703b2c40_2
  2. aktuelle Fallzahlen Deutschland (RKI):https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html
  3. aktueller Steckbrief Covid19 (RKI):https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html
  4. https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Administrativ/02-bundeslaender.html;jsessionid=0F2194580F3398E1B7BBF2542A623740.internet721

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interessante Links

Frank Vollmers
Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.
Max Frisch (1911-1991) schweizer. Schriftstelle

Aber auf Krisen habe ich eigentlich keine rechte Lust mehr. Deswegen beschäftige ich mich auf dieser website lieber mit den schönen Dingen des Lebens.
Ich hoffe, dass das Eine oder andere Schöne auch für Dich dabei sein wird ...

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