Basisdaten Covid 19 vom 17. März 2020

R0: 2,4-3 (Quelle:3)

CFR (case fatality rate):

China: 3,5-7,7% (Quelle:3)

“Princess Diamond”: 1,2% (Quelle:3)

Guan et al.: severe 8,1%, mild 0,1% (Quelle:3)

ist abhängig vom gemessenen Kollektiv. Messe ich nur schwerkranke Patienten, ist die CFR natürlich hoch. Messe ich nur leichte Verläufe ist die CFR niedrig. Messe ich ältere, anfälligere Menschen, ist die CFR bei Covid19 natürlich höher als hätte ich nur ein fittes, jüngeres Klientel. In China hat man durch den noch vorhanden Mangel an Testkits hauptsächlich hospitalisierte, schwere Fälle gemessen (3,5 -7,7%). Gleiches gilt auch für Italien. Auf der “Princess Diamond” hatte man ein vorwiegend älteres Klientel (aber nur eine CFR von 1,2%). Sehr interessant in diesem Fall die Untersuchung der Arbeitsgruppe Guan dort hat man in einem Kollektiv von 1099 Personen und einem weiten Alters Spread (35 – 58 Jahre) bei schweren Verläufen eine CFR von 8,1% und bei milden Verläufen von 0,1% gefunden.

Ich wage eine Prognose und sage, dass wir uns also eher in den Bereichen von 1% als im Bereich von 8% bewegen werden. Aber Genaueres kann man bei einer Epidemie natürlich immer erst am Ende sagen. Das liegt nun einmal in der Natur der Dinge. Bis dahin, muss die Statistik ran.

Fallzahlen Deutschland

“Hot Spots” Baden Württemberg (1479 Fälle, 2 Tote), Bayern (1109 Fälle, 4 Tote), Nordrhein Westfalen (2105 Fälle, 6 Tote): Gesamtzahl Deutschland (7156 Fälle, 12 Tote, Gesamtbevölkerung 83 Mio Menschen) (Quelle: 2)

Fallzahlen weltweit

179.112 Fälle, 7426 Tote, Gesamtbevölkerung 7,6 Mrd Menschen (Quelle: 1)

Epidemiologische Kurve (Stand. 17. März 2020) (Quelle: 1)

Wir haben, Stand 17. März 2020 auch endlich realistischere Daten aus China wobei die Werte vom 12. Februar anscheinend ein statistischer Ausreisser waren, oder auf eine Umstellung der Rechenmethode hindeutet.

Positiv ist zu bemerken, dass die Fallzahlen in Europa rückläufig sind. Man muß hier aber noch abwarten, ob der Trend in den nächsten Tagen anhält.

Die Zahlen haben natürlich immer eine Verzögerung. Bedeutet, dass die Zahlen vom 16. März auf Daten beruhen, welche einige Tage zuvor erhoben wurden. Von der Messung, über die Übermittlung, Auswertung bis zur Veröffentlichung, kann man normalerweise von einem Zeitversatz von 3-5 Tagen ausgehen. Die Zahlen vom 17.März wurden also vor dem angeordneten “shut down” erhoben.

Hoffen wir, dass der positive Trend sich in den nächsten Tagen bestätigen wird.

p.s. Soweit wie auf dem Beitrags-Bild zu sehen ist, sind wir glücklicherweise noch nicht. Es entstand bei einer Übung 2007 …

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Quellen

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Frank Vollmers
Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.
Max Frisch (1911-1991) schweizer. Schriftstelle

Aber auf Krisen habe ich eigentlich keine rechte Lust mehr. Deswegen beschäftige ich mich auf dieser website lieber mit den schönen Dingen des Lebens.
Ich hoffe, dass das Eine oder andere Schöne auch für Dich dabei sein wird ...

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